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Lehrveranstaltungen Sommersemester 2012

 

I. GESCHICHTE, THEORIE UND ETHIK DER MEDIZIN

GEORG MARCKMANN, WOLFGANG LOCHER, RALF J. JOX
Seminar: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin Q2

Mittwoch, 09:15-13:00 Uhr, Kinderklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Lindwurmstr. 4, Großer Hörsaal (Altbau), 1. Aufgang E

Terminplan: Alle Kurse finden jeweils von 9:15 - 13:00 Uhr statt.

Gruppe B
25.04.2012
02.05.2012
09.05.2012

Gruppe A
16.05.2012
23.05.2012
30.05.2012

Gruppe D
06.06.2012
13.06.2012
20.06.2012

Gruppe C
27.06.2012
04.07.2012
11.07.2012

Klausur für alle Gruppen: 25.07.2012, 10:00-11:00 Uhr
Hörsäle:
Pharma-Hörsaal, Nussbaumstr. 26 (A) Altbau und
Großer Hörsaal Physiologie Pettenkoferstr. 14

GEORG MARCKMANN u. a.
Pflichtwahlseminare: Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin Q2

Bemerkung:  2 Einzelstunden, Online-Anmeldung, siehe MyMeCuM

Wahlfächer

GEORG MARCKMANN, RALF JOX
Wahlfach 2. Studienabschnitt: Ethische Fallbesprechung in der Klinik

2-stündig, 14-tägig, Mittwoch, 16:00-17:30 Uhr, Chirurgische Klinik und Poliklinik, Nussbaumstr. 20, 80336 München, Seminarraum 1, 1. Stock, hinten rechts
Beginn: 25.04.2012

RALF J. JOX
Wahlfach 1. Studienabschnitt/Seminar: Hirntod und Organspende

2-stündig, Montag, 17:00-18:30 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Großer Seminarraum/ EG
Beginn: 23.04.2012

In Deutschland herrscht seit Jahren ein eklatanter Mangel an Organen für die Transplantation. Der Gesetzgeber diskutiert  zur Zeit verschiedene Modelle, wie die Zahl postmortaler Organspenden erhöht werden könnte. Am prominentesten ist dabei das sogenannte Erklärungsmodell, wonach jeder Bürger sich zu bestimmten Anlässen (z.B. Führerschein, Krankenversicherungsvertrag) zur Frage äußern soll, ob er im Fall des Hirntodes Organe spenden will oder nicht. Doch auch um den Hirntod ist die Debatte neu entflammt, seitdem der President’s Council for Bioethics in den USA in einer Publikation darauf hinwies, dass die biologischen Grundlagen für die Hirntoddefinition durch neue Forschung fragwürdig geworden sind. Zunehmend wird auch diskutiert, ob nicht auch beim Herztod nach einer gewissen Latenzzeit Organe entnommen werden könnten, vielleicht sogar bei Tod durch Behandlungsabbruch gemäß dem Patientenwillen. In diesem Wahlfach sollen die brisanten aktuellen Themen an Hand von Referaten und Lektüre diskutiert werden.

RALF JOXFUAT  ODUNCUGEORG MARCKMANN
Wahlfach 2. Studienabschnitt: Klinische Ethik

2-stündig, 14-tägig, Dienstag, 18:00-19:30 Uhr, Medizinische Klinik, Ziemssenstr. 1, 80336 München, Ärztecasino
Beginn: 17.04.2012

ORSOLYA FRIEDRICH, SEBASTIAN SCHLEIDGEN
Wahlfach 1. Studienabschnitt: Einführung in die Medizinethik

Blockveranstaltung, 9:00-19:00 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Großer Seminarraum/ EG, 19.05.2012 und 16.06.2012 (Vorbesprechung/Einführung 17.04.2012, 18:30-19:30 Uhr)

Die Bedeutung medizinethischer Fragestellungen hat in den vergangenen Jahren im klinischen Alltag immens zugenommen. Die ethische Normalsituation stellt sich in aller Regel als moralisches Dilemma dar, so dass es oft keine Ideallösung für ein Problem gibt. Dennoch können in Diskussionen Begründungsstrategien für solche Situationen geübt werden. Dabei eignen sich die zu diskutierenden medizinethischen Fragen ebenfalls sehr gut, um exemplarisch verschiedene ethische Grundpositionen zu erläutern.

ORSOLYA FRIEDRICH
Pflichtwahlseminar: Einführung in die Medizinethik anhand von Falldiskussionen

Blockveranstaltung, Freitag, 11.05.2012 von 16:00-20: Uhr und Samstag, 12.05.2012 von 9:00-13:00 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Großer Seminarraum, EG.

Die ethischen Herausforderungen moderner Medizin sind in der alltäglichen Praxis von Medizinern, in den Medien und in der Wissenschaft immer deutlicher präsent. Die TeilnehmerInnen des Wahlfachs sollen die einzelnen Herausforderungen zunächst verstehen lernen, um dann gemeinsam ein ethisches Handwerkszeug zu erarbeiten, mit dem sie sich konkreten Fallentscheidungen stellen können.

ORSOLYA FRIEDRICH
Wahlfach 1. Studienabschnitt: Medizinethische Konfliktfälle in der Literatur und in der Bildenden Kunst

2-stündig, Mittwoch, 20:15-21:45 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Großer Seminarraum/ EG, Beginn: 18.04.2012

Medizinethische Fragestellungen haben im klinischen Alltag in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Mit den moralischen Dilemmata, die sich dabei häufig einstellen, sind oft anthropologische Grundfragen verbunden. Was haben wir beispielsweise für Vorstellungen vom Tod, von (psychischer) Krankheit oder vom Altern? Seit jeher werden solche Fragestellungen auch in Literatur und in bildender Kunst aufgegriffen und behandelt. Die dort vertretenen Ansichten und Herangehensweise können oft auch medizinethische Debatten bereichern.
Ziel dieses Seminars ist es, die verschiedenen Herangehensweisen an grundlegende, die menschliche Natur betreffende Fragestellungen zu studieren. Dabei werden einige Fälle zunächst in medizinethischer Manier diskutiert. Die anthropologischen Fragestellungen der Fälle werden anschließend anhand von Beispielen aus Literatur und bildender Kunst betrachtet.

ORSOLYA FRIEDRICH
Wahlfach 1. Studienabschnitt: Was hat die Philosophie des Geistes mit Neurowissenschaft zu tun?

Blockveranstaltung, 9:00-19:00 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Großer Seminarraum/ EG, Samstag,26.05.2012 und Sonntag, 27.05.2012 (Vorbesprechung/Einführung Dienstag, 17.04.2012, 19:30-20:30 Uhr)

Das Leib-Seele-Problem ist nicht nur eine zentrale Frage der Philosophie des Geistes, es ist auch mit etlichen Teilbereichen der Philosophie eng verknüpft. Gleiches gilt für die Frage nach dem Bewusstsein. In der medizinischen Praxis scheint eine Beschäftigung mit diesen Problemen auf den ersten Blick nicht erforderlich. Allerdings bildet das Verständnis dieser philosophischen Probleme erst die Basis dafür, mit medizinisch relevanten Fragen der Neurowissenschaften und deren ethischen Implikationen reflektiert umgehen zu können. Dazu bietet dieses Wahlfach eine erste Annäherung.
In der Veranstaltung werden einschlägige Texte sowohl zur gemeinsamen Lektüre als auch zur Vorbereitung von Referaten angeboten und diskutiert.

ORSOLYA FRIEDRICHSEBASTIAN SCHLEIDGEN
Wahlfach 1. Studienabschnitt: Moralischer Realismus

2-stündig, Mittwoch, 18:15-19:45 Uhr, Hauptgebäude LMU München, Geschwister-Scholl-Platz, M 101, Beginn: 18.04.2012

Moralische Realisten sind sich über die Existenz moralischer Tatsachen einig. Wenn es allerdings darum geht, zu bestimmen, was moralische Tatsachen sind, unterscheiden sich die einzelnen Positionen erheblich. Ebenfalls werden unterschiedliche Möglichkeiten moralischer Erkenntnis und moralischen Wissens vertreten. Nicht nur für Philosophen, sondern auch für Medizinethiker und medizinisch Tätige kann es von großer Relevanz sein, über metaethische Grundlagen der eigenen moralischen Überzeugungen nachzudenken.

 

II. MEDIZINISCHE TERMINOLOGIE

WOLFGANG LOCHER
Praktikum der medizinischen Terminologie (Studium Zahnmedizin)

1-stündig, Montag, 8:15-9:00 Uhr, Zahnklinik, Goethestr. 70, Kleiner Hörsaal
Beginn:16.04.20121
Klausur: 16.07.2012, 08.15 Uhr im gleichen HS

III. ERGÄNZUNGSVERANSTALTUNGEN

Vorlesungen

WOLFGANG LOCHER
Vorlesung: Geschichte der Medizin

1-stündig, Dienstag, 16:15-17:00 Uhr, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, Großer Seminarraum, EG
Beginn: 17.04.2012

Die Vorlesung ermöglicht ein Verständnis der Einbindung der Medizin in die gesellschaftliche, politische, ökonomische und weltanschauliche Geschichte einer Zivilisation. Neben der Vermittlung historischer Fakten stehen im Vordergrund der Vorlesung die Bedingungen für die Entwicklung von medizinischem Wissen sowie die historische Soziologie des Arztberufes (Professionalisierung und Deprofessionalisierung). Medizin liegt im Schnittpunkt von Wissenschaft und Religion, Philosophie und Technologie sowie von ökonomischen und politischen Lehren und Interessen. Die Vorlesung verfolgt die Einflüsse dieser Faktoren auf die Entwicklung der Ideen und die gesellschaftliche Bedeutung der Medizin anhand der Geschichte in Europa.

ERHARD GRUNWALD
Vorlesung: Ausgewählte Aspekte zur Entwicklung des medizinischen Spezialistentums im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert

Blockveranstaltung, Zeit nach Vereinbarung, Institut f. Ethik, Geschichte u. Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Kleiner Seminarraum

Die vielfältige Aufgliederung und Spezialisierung der Medizin, die im 19. Jahrhundert im Rahmen ihrer naturwissenschaftlichen Neuorientierung begann, fand und findet auch heute noch ihren „staatlich sanktionierten Ausdruck“ im universitären Bereich, indem die ‚Fachentstehung‘ ihren Abschluss durch die Einrichtung eines Lehrstuhls erhält. Dabei können in der Regel zwei gegensätzliche Wege der Herausbildung von medizinischen Spezialfächern beobachtet werden: Während das eine Fach durch einen einzigen Hochschullehrer in kürzester Zeit zu seiner Eigenständigkeit hingeführt werden kann, benötigt das andere Fach mehrere Generationen von Hochschullehrern, um in seiner endgültigen Ausformung im Fächerkanon der Universität verankert zu werden. Diese Entwicklung des medizinischen Spezialistentums und ihre universitäre Institutionalisierung sollen für das 19. und beginnende 20. Jahrhundert untersucht werden.

JOSEF M. SCHMIDT
Vorlesung: Medizingeschichte als Kulturgeschichte – Die kulturelle Konstitution von Medizin und Wissenschaft

2-stündige, Donnerstag, 16:15-17:45 Uhr, Physiologisches Institut, Pettenkoferstr. 14, I. OG, links, Kleiner Hörsaal (F1.08), Beginn: 19.04.2012

Die These einer generellen Kulturabhängigkeit der Medizin stellt in der Medizingeschichte mittlerweile eine Art fundamentum  inconcussum dar, bedarf aber gleichwohl einer wichtigen Einschränkung bzw. Ergänzung. Während sich die konkreten materiellen Inhalte, Paradigmen und Konzepte der jeweiligen Mainstream-Medizin durchaus am jeweiligen Zeitgeist und den je kulturellen, sozioökonomischen und wissenschaftlichen Rahmenbedingungen orientierten, bestand hinsichtlich der abstrakteren medizintheoretischen und medizinethischen Frage, was gute Medizin sei, kulturübergreifend seit jeher erstaunliche Einmütigkeit unter den großen, ganzheitlich denkenden Arzt-Persönlichkeiten aller Epochen und Kulturen (Hippokrates, Paracelsus, Hahnemann u.v.a.m.). Erst von diesem, auch aus der neueren Medizintheorie zu gewinnenden Standpunkt lassen sich die mannigfaltigen historischen Ausprägungen der Medizin als Annäherung oder Entfernung vom Ideal einer menschengerechten Medizin beurteilen, wie an Beispielen vor allem aus der europäischen, aber auch der ägyptischen und chinesischen Kulturgeschichte zu zeigen sein wird.

Hauptseminare

GEORG MARCKMANN
Hauptseminar: Theoretische Grundfragen der Medizin

2-stündig, Mittwoch, 14:00-15:30 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Kleiner Seminarraum/2. OG, Beginn: 18.04.2012

Das Hauptseminar vermittelt anhand ausgewählter Texte eine Einführung in Fragestellungen der Medizintheorie, die hier als Theorie der medizinischen Praxis verstanden wird. Das Seminar widmet sich zunächst dem epistemologischen Selbstverständnis der Medizin: Welche Merkmale charakterisieren die medizinische Praxis? Welche Rolle spielen wissenschaftliche Erkenntnisse für das ärztliche Denken und Handeln? Da der ärztliche Entscheidungsprozess immer in eine konkrete Beziehung zwischen Arzt und Patient eingebettet ist, folgt eine Analyse der Arzt-Patient-Interaktion. Darüber hinaus werden die Strukturelemente des ärztlichen Entscheidungsprozesses („diagnostisch-therapeutischer Prozess“) erörtert und Fragen der Definition von Krankheit und Gesundheit thematisiert.

WOLFGANG LOCHER
Hauptseminar: Ausgewählte Kapitel aus der Geschichte der Medizin

2-stündig, Donnerstag, 18:00-19:30 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Kleiner Seminarraum/2. OG, Beginn: 26.04.2012

OLIVER RAUPRICH
Blockseminar: Ethische Aspekte ärztlichen Handelns – Problemorientiertes Lernen.

Blockveranstaltung, 03.05.2012, 9.00-16.30 und 04.05.2012, 9.00-15.00, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, großer Seminarraum, EG

Anmeldung per E-Mail bis 02.05.2012, 12:00 Uhr
oliver.rauprich@med.uni-muenchen.de

In der medizinischen Praxis kommt es zu schwierigen Entscheidungssituationen. Es gehört zu den Anforderungen des ärztlichen Berufes, mit solchen Situationen ethisch angemessen und professionell umzugehen. Das Blockseminar bietet die Möglichkeit, sich exemplarisch und praxisnah auf diese Aufgabe vorzubereiten. Dabei wird in Anlehnung an die Methode des problemorientierten Lernens vorgegangen. Kleingruppen bearbeiten und entscheiden selbstständig im Team anhand eines Leitfadens und Informationsmaterials jeweils einen konkreten Fall aus der klinischen Praxis. Es sind die medizinische Situation, die Handlungsoptionen, die ethischen Fragestellungen, relevante rechtliche Rahmenbedingungen und schließlich Konzepte, Argumente und Strategien zur Entscheidung des Problems zu klären und zu dokumentieren. Begleitend dazu soll in einem Rollenspiel eine Ethikberatung zu dem Fall durchgeführt werden. Abschließend werden die Fälle im Plenum präsentiert und ausführlich gemeinsam diskutiert.

 

OLIVER RAUPRICH
Lektürekurs: Principles of Biomedical Ethics

2-stündig, 14-tägig, Dienstag, 09.00-12.15 Uhr, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, Kleiner Seminarraum, 2. OG., Beginn 24.04.2012

„Principles of Biomedical Ethics“ ist seit 30 Jahren das bekannteste Lehrbuch in der Medizinethik. Es eignet sich hervorragend für eine philosophisch fundierte Einführung in das Fach. In dem Kurs soll das Buch gemeinsam gelesen, besprochen und eingeübt werden. Neben fortgeschrittenen Englischkenntnissen wird die Bereitschaft erwartet, als Vorbereitung auf jede Sitzung ca. 30-40 Seiten zu lesen.

Textgrundlage: Tom Beauchamp, James Childress. Principles of Biomedical Ethics, 6. Aufl. 2009, Oxford University Press.

Anmeldung bis 23.04.2012, 12.00 Uhr unter Oliver.Rauprich@med.uni-muenchen.de

KAMAL SABRI KOLTA
Hauptseminar: Medizinische Motive im Alten Ägypten – Bild- und Quellenmaterial

2-stündig, 14-tägig, Mittwoch, 10:00-11:30 Uhr, Seminar für Ägyptologie, Katharina-von-Bora-Str. 10, Kleiner Seminarraum, Beginn: 25.04.2012

Medizinische Papyri, Wandmalereien, Reliefs, Stelen und Statuen aus der Zeit von ca. 3000 bis 300 v. Chr. werden als Quellen für die Kenntnis der ärztlichen Praxis im alten Ägypten ausgewertet. Der Besuch der Ägyptischen Sammlung ermöglicht die direkte Betrachtung entsprechender Exponate.

Lektürekurse

GEORG MARCKMANN
Lektürekurs: Ethische Problemstellungen in der Medizin

2-stündig, Dienstag, 14:00-15:30 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Kleiner Seminarraum/2. OG, Beginn: 17.04.2012

Das Seminar bietet anhand ausgewählter Texte einen Einblick in wichtige ethische Fragestellungen der modernen Biomedizin. Behandelt werden u.a. Themen wie Arzt-Patient-Verhältnis und informiertes Einverständnis, Forschung am Menschen, Schwangerschaftsabbruch, Sterbehilfe, Mittelverteilung im Gesundheitswesen, Todesbegriff und Hirntodkriterium in der Transplantationsmedizin, und Humangenetik.

Textgrundlage: Urban Wiesing (Hg.) Ethik in der Medizin. Ein Studienbuch. Stuttgart: Philipp Reclam jun., 3., akt. Aufl. 2008

RALF J. JOX
Lektürekurs: Ärztliche Beihilfe zum Suizid

2-stündig, Dienstag, 14:00-15:30 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Großer Seminarraum/EG, Beginn: 24.04.2012

Die ärztliche Beihilfe zum Suizid ist ein Thema, das einerseits in der Öffentlichkeit viel diskutiert wird, aber in der Ärzteschaft eher tabuisiert wird. Während die Praxis in Deutschland im Dunkeln liegt, ist die Rechtslage verworren. Die ärztliche Standesethik befindet sich in dieser Frage in einem Wandel. Genug Gründe, über die ethischen Argumente, die internationalen Regelungen und die spezifisch deutsche Situation nachzudenken.

Textgrundlage: Birnbacher D und Dahl E (Hrsg) Giving Death a Helping Hand. Physician-assisted Suicide and Public Policy. An International Perspective. Springer 2008.

OLIVER RAUPRICH
Lektürekurs: Bernard Gert, Common Morality – Deciding What To Do

2-stündig, 14-tägig, Dienstag, 15.45-17.15 Uhr, Institut fürEGT der Medizin, Lessingstr. 2, Kleiner Seminarraum, 2. OG., Beginn 24.04.2012

Bernard Gert hat ein viel beachtetes moralphilosophisches System vorgelegt, das sich hervorragend für die systematische ethische Analyse von medizinethischen und anderen konkreten moralischen Problemen eignet. Der Kurs richtet sich an Studierende, die Interesse an einer grundlegenden Reflexion der moralischen Grundlagen der medizinischen Praxis haben. Der Text setzt keine philosophischen Kenntnisse, jedoch fortgeschrittenes Englisch voraus.

Textgrundlage: Bernard Gert, Common Morality, Deciding What To Do, Oxford University Press 2004

 

Proseminare und Übungen

WOLFGANG LOCHER
Proseminar:  Einführung in die Methodik des literarisch-wissenschaftlichen Arbeitens in der Medizingeschichte

2-stündig, Donnerstag, 16:15-17:45 Uhr, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Kleiner Seminarraum, 2.OG, Beginn: 26.04.2012

Dieses Proseminar vermittelt Magisterstudenten und Doktoranden einen ersten Einblick in die speziellen Methoden der Geschichte der Medizin. Quellenkunde, Archivkunde, Themenüberblick, Bibliographieren etc. be-fähigen die Teilnehmer zu wissenschaftlichem Arbeiten im Fach Geschichte der Medizin.

KAMAL SABRI KOLTA
Übung: Heilen und Heilige bei den Kopten

2-stündig, 14-tägig, Mittwoch,11:30-13:00 Uhr, Seminar für Ägyptologie, Katharina –von-Bora-Str. 10, 80333 München, Kleiner Seminarraum, Beginn: 25.04.2012

Lektüre koptischer Texte unter Berücksichtigung medizinischer Fragestellungen. Neben den koptisch-medizinischen Papyri werden auch Aussagen in den Märtyrerlegenden oder den Sprüchen der Wüstenväter berücksichtigt. Die textlichen Belege sollen aber nicht nur vorgestellt und analysiert, sondern durch Bildmaterial, soweit vorhanden, besser verständlich gemacht werden. Die Veranstaltung kann von allen Interessierten besucht werden. Koptische Grundkenntnisse wären vorteilhaft.

IV. DOKTORANDENSEMINARE UND -KOLLOQUIEN

GEORG MARCKMANN
Doktorandenseminar

2-stündig, Donnerstag, 17:00-18:30 Uhr, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, Kleiner Seminarraum, II. OG
Beginn: 19.04.2012

WOLFGANG LOCHER
Doktorandenseminar

2-stündig, 14-tägig, Dienstag, 18:00-19:30 Uhr, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, Kleiner Seminarraum, 2. OG.
Beginn: 17.04.2012

RALF J. JOX
Doktorandenkolloquium

2-stündig, 14-tägig, Donnerstag, 10:00-11:30 Uhr, Institut für EGT der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Kleiner Seminarraum/ 2. OG, Beginn: 19.04.2012

CAROLINE GIGL
Doktorandenseminar (2-semestrig), Teil 1: Einführung in die Archivarbeit für Medizinhistoriker

Vorklinische/Klinische Semester - Telefonische Anmeldung unter 089/286382549

Das Seminar richtet sich an alle Doktoranden des Instituts für Geschichte der Medizin, deren Dissertation Archivstudien erfordert. Das Seminar vermittelt einen Überblick über die verschiedenen Archive und ihre Zuständigkeiten, die Planung der Forschung im Archiv, grundlegende Literatur und Archivalienkunde. Einen wichtigen Raum nehmen Leseübungen an ausgewählten Archivalien schwerpunktmäßig des 19. und 20. Jahrhunderts ein. Abgerundet wird die Veranstaltung durch Besuche in verschiedenen einschlägigen Münchener Archiven.

Die Einführung in die Archivarbeit wird jeweils im Sommersemester angeboten, während das Wintersemester den paläographischen Übungen in Form eines Praktikums vorbehalten ist!

CHRISTA HABRICH
Doktorandenkolloquium

Zeit nach Vereinbarung, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, kleiner Seminarraum

ERHARD GRUNWALD
Doktorandenseminar: Anleitung zu literarisch-wissenschaftlichem Arbeiten

1-stündig, Zeit nach Vereinbarung, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, Kleiner Seminarraum

 

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