Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin
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MVGM: Aspekte patientenorientierter Heilkunde im byzantinischen Zeitalter

Die Münchner Vereinigung für Geschichte der Medizin lädt zur nächsten wissenschaftlichen Veranstaltung am Montag, den 04.12.2017, um 18:00 Uhr s.t. ins Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Lessingstr. 2, 80336 München, Seminarraum im EG ein.

Referentin: PD Dr. phil. Isabel Grimm-Stadelmann

Thema: Aspekte ›patientenorientierter Heilkunde‹ im byzantinischen Zeitalter

Bereits im 6. Jh. n. Chr. empfiehlt der byzantinische Arzt Alexander von Tralleis auf ausdrücklichen Patientenwunsch therapeutische Alternativen zur Schulmedizin, welche er mit medizinethischen Überlegungen zu legitimieren sucht. Während der mittelbyzantinischen Zeit (9./10. Jh.) lassen die Renaissance der christlichen Anthropologie und eine möglicherweise daran anknüpfende Individualitätsdiskussion an heutige Strukturen einer patientenorientierten Heilkunde denken. Die Übertragung dieser Denkmuster wiederum auf ein konkretes Therapiekonzept individueller Prägung findet sich bei Johannes Zacharias im 14. Jahrhundert, wenn dieser seinem von Depressionen und ›Burnout‹ geplagten Lehrer eine entsprechende Schrift widmet.