Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin
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Verbundprojekt: BEVOR – Patienten-relevante Auswirkungen von Behandlung im Voraus Planen

31.08.2020

Förderung: Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (Innovationsfond)
Förderkennzeichen: 01VSF18004
Forschungsbereich: Versorgungsforschung
Konsortialführung: Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Centre for Health and Society, Heinrich-Heine-Universität. Weitere Verbund-Partner: BARMER, Universitätsklinikum Eppendorf Hamburg, Universitätsmedizin Göttingen, Martin-Luther-Universität Halle, Klinikum der Universität München, Ludwig-Maximilians-Universität München


Im klinischen Alltag werden häufig Entscheidungen für Patienten getroffen, die ihre Behandlungswünsche krankheitsbedingt selbst nicht mehr äußern können. Dies kann, besonders bei älteren oder chronisch kranken Menschen unterschiedliche Folgen haben, wie Übertherapie, Fehlbehandlung oder aber auch Unterversorgung, wenn z. B. ein noch gegebener Lebens- und Behandlungswille unbeachtet bleibt.
Das Projekt „BEVOR“, eine cluster-randomisierte Interventionsstudie erprobt deshalb ein neues Konzept, in dem die Behandlung im Voraus geplant wird (Behandlung im Voraus planen – BVP). An der Studie nehmen deutschlandweit ca. 44 Senioreneinrichtungen mit ungefähr 3500 Bewohner*innen teil. Bei der Hälfte der zufällig ausgewählten Einrichtungen können die Bewohner*innen mit Hilfe speziell geschulten Personals Wünsche für künftige Behandlungsentscheidungen bei Einwilligungsunfähigkeit im Voraus festlegen. Die Bewohner der verbleibenden Einrichtungen bilden die Kontrollgruppe.
Ziel der Studie ist es zu überprüfen, inwieweit das Konzept von „Behandlung im Voraus Planen“ dazu führt, dass Bewohner*innen der teilnehmenden Einrichtungen vermehrt so behandelt werden, wie es ihren Wünschen entspricht. Hinzu wird eine psychische Entlastung der Angehörigen und der behandelnden Teams erwartet und eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der bisherigen Regelversorgung.