Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin
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Gesundheitsversorgung von Migrantinnen und Migranten: Ethische Herausforderungen im Ländervergleich Deutschland - Großbritannien

Leitung: Dr. Katja Kühlmeyer
Supervision: Prof. Dr. Georg Marckmann, Prof. Dr. Hella von UngerMitarbeiter: Corinna Klingler, Dennis Odukoya
Kooperation: Prof. Dr. Richard Huxtable (Bristol, UK); Prof. Dr. Oliver Razum (Bielefeld); Münchner Kompetenzzentrum Ethik (MKE, München)
Förderung: BMBF (FKZ 01GP1483)
Laufzeit: 01.03.2015-28.02.2017

Klausurwoche: 14. - 18. März 2016
Die Klausurwoche ermöglicht ihren Teilnehmer/inne/n Herausforderungen in der öffentlich-staatlichen Gesundheitsversorgung von Migrant/inn/en zu diskutieren. Im Rahmen eines Ländervergleichs zwischen Deutschland und Großbritannien ist der einwöchige Workshop um die Fragestellung organisiert: "Was sind ethisch angemessene Strategien, um Herausforderungen in der öffentlich-staatlichen Gesundheitsversorgung von Migrant/inn/en zu begegnen?" Die methodisch-didaktische Bearbeitung dieser zentralen Fragestellung erfolgt durch eine vertiefte, interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Forschungsarbeiten in diesem Bereich, Vorträge von Expert/inn/en, sowie Exkursionen und Gruppenarbeiten.
Die Teilnehmer/innen bearbeiten diese Frage in aufeinander aufbauenden Schritten: Im ersten Schritt wird thematisiert, anhand welcher Begriffe und Konzepte bestimmte Gruppen als „Migrant/innen“ bzw. „ethnische Minderheiten“ kategorisiert werden und wie sich dies auf die Erforschung ihrer gesundheitlichen Belange auswirkt. Darauf aufbauend analysieren wir, welche Herausforderungen auf der Systemebene bestehen: 1) Formal - rechtliche Barrieren (für Menschen ohne Aufenthaltsrecht bzw. ohne Versicherungsschutz) erfordern eine Reflexion über die Inklusion/Exklusion dieser Gruppen in die öffentlich-staatliche Gesundheitsversorgung und 2) systemimmanente Barrieren (für Migrant/inn/en mit Versicherungsschutz) erfordern eine Reflexion über die Distribution von Verantwortung für die Beseitigung dieser Barrieren. Zuletzt behandeln wir Herausforderungen auf der Mikroebene, die sich insbesondere aufgrund pluralistischer Wertvorstellungen stellen.
Doktorand/inn/en und Nachwuchswissenschaftler/innen profitieren von der Möglichkeit, ihre Thesen vor einem internationalen, interdisziplinären Publikum zu präsentieren und schulen so fächerübergreifende Arbeits- und Kommunikationsfähigkeiten. Sie haben die Gelegenheit, sich mit anderen Wissenschaftlern (Peers und Expert/inn/en) international zu vernetzen, und gemeinsame Vorhaben anzubahnen. Außerdem werden Ergebnisse generiert, die für moderne, pluralistische Gesellschaften und ihre Gesundheitssysteme relevant sind.